Die englische Architektur
Nachdem die Normannen im Jahr 1066 England eroberten, bauten sie Festungen und
Kirchen als Zeichen ihrer Herrschaft und beeinflussten die Architektur des
Landes bedeutend mit. Auch die Dorfkirche des Städtchens Morwenstow im Norden
Cornwalls ist vom normannischen Stil geprägt, von der schlichten Ornamentik,
den massiven Säulen und Rundpfeilern.
Im Kathedralenbau findet sich häufig eine Mischung normannischer und gotischer Architektur. Besonders gut erkennbar ist dies an der berühmten Kathedrale von Exeter. Die älteren Türme aus dem 12. Jahrhundert sind im normannischen Stil erbaut, während die im 15. Jahrhundert entstandene Westfassade nach der sehr viel feingliedrigeren gotischen Architektur errichtet wurde.
Eine Ausnahme bildet die Kathedrale von Wells. Sie ist als eine der wenigen Kathedralen ausschließlich nach gotischem Stil errichtet worden. Allerdings unterschied sich diese Architektur stark von der Architektur Frankreichs oder Deutschlands. Vor allem in der Spätgotik wurden Kathedralen auf dem Festland in die Höhe gebaut, um die himmliche Bedeutung zu betonen. In England wurden immer gleiche Bausegmente aneinander gereiht, wodurch die Kathedralen in die Breite gebaut wurden. Dieser für England typische Stil wird auch als Perpendicular Style bezeichnet. Betont wird diese Architektur dadurch, dass die Kathedralen nicht in der Stadt stehen, sondern auf einer freien Rasenfläche. Dadurch ist der Blick auf das gesamte Gebäude frei.
Dieses Prinzip der Reihung erhielt sich auch später in der englischen Architektur. Es findet sich wieder in vielen Landhäusern, und ist auch in den Reihenhäusern in den Städten erkennbar, vor allem in den eleganten crescents (kleine Erker) der Bürgerhäuser. Gut erhaltene crescents finden sich in Bath und am Royal York crescent in Bristol.
Nirgendwo in Europa konnte sich die Oberschicht bis weit ins 19. Jahrhundert hinein so viel Macht und Reichtum erhalten, als in Großbritannien. Viele Familien hatten einen zweiten Wohnsitz in London, aber ihre wahre Heimat waren die prachtvollen Herrenhäuser auf dem Land. Deshalb wurde auch viel Geld und Mühe in den Ausbau und den Erhalt dieser Landsitze investiert. Besonders im 18. Jahrhundert konnte der Adel sich auf den Ausbau seiner Herrenhäuser konzentrieren. Der klassizistische Stil der damaligen Zeit war stark von italienischen Einflüssen geprägt. Symmetrische Grundrisse und harmonische Proportionen wurden in die englische Architektur integriert. Ein eindrucksvolles Beispiel ist das Saltram House in Devon. In der Verfilmung des Jane Austen Romans Verstand und Gefühl (deutscher Titel: Sinn und Sinnlichkeit) ist dieser Landsitz als Norland Park zu bewundern.
Im Kathedralenbau findet sich häufig eine Mischung normannischer und gotischer Architektur. Besonders gut erkennbar ist dies an der berühmten Kathedrale von Exeter. Die älteren Türme aus dem 12. Jahrhundert sind im normannischen Stil erbaut, während die im 15. Jahrhundert entstandene Westfassade nach der sehr viel feingliedrigeren gotischen Architektur errichtet wurde.
Eine Ausnahme bildet die Kathedrale von Wells. Sie ist als eine der wenigen Kathedralen ausschließlich nach gotischem Stil errichtet worden. Allerdings unterschied sich diese Architektur stark von der Architektur Frankreichs oder Deutschlands. Vor allem in der Spätgotik wurden Kathedralen auf dem Festland in die Höhe gebaut, um die himmliche Bedeutung zu betonen. In England wurden immer gleiche Bausegmente aneinander gereiht, wodurch die Kathedralen in die Breite gebaut wurden. Dieser für England typische Stil wird auch als Perpendicular Style bezeichnet. Betont wird diese Architektur dadurch, dass die Kathedralen nicht in der Stadt stehen, sondern auf einer freien Rasenfläche. Dadurch ist der Blick auf das gesamte Gebäude frei.
Dieses Prinzip der Reihung erhielt sich auch später in der englischen Architektur. Es findet sich wieder in vielen Landhäusern, und ist auch in den Reihenhäusern in den Städten erkennbar, vor allem in den eleganten crescents (kleine Erker) der Bürgerhäuser. Gut erhaltene crescents finden sich in Bath und am Royal York crescent in Bristol.
Nirgendwo in Europa konnte sich die Oberschicht bis weit ins 19. Jahrhundert hinein so viel Macht und Reichtum erhalten, als in Großbritannien. Viele Familien hatten einen zweiten Wohnsitz in London, aber ihre wahre Heimat waren die prachtvollen Herrenhäuser auf dem Land. Deshalb wurde auch viel Geld und Mühe in den Ausbau und den Erhalt dieser Landsitze investiert. Besonders im 18. Jahrhundert konnte der Adel sich auf den Ausbau seiner Herrenhäuser konzentrieren. Der klassizistische Stil der damaligen Zeit war stark von italienischen Einflüssen geprägt. Symmetrische Grundrisse und harmonische Proportionen wurden in die englische Architektur integriert. Ein eindrucksvolles Beispiel ist das Saltram House in Devon. In der Verfilmung des Jane Austen Romans Verstand und Gefühl (deutscher Titel: Sinn und Sinnlichkeit) ist dieser Landsitz als Norland Park zu bewundern.