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Kathedralen

Eine weitere Attraktion sind die vielen Kathedralen in den Städten des Südwestens. Sie sind geprägt von verschiedenen Baustilen, des angelsächsischen Kirchenbaus, des Norman Style und der Gotik in ihren verschiedenen Ausprägungen.

Norman Style

Zunächst begannen die Normannen, die unter Wilhelm dem Eroberer 1066 England eroberten, die angelsächsischen Kirchen abzureißen und neue zu bauen. Doch mit der Stabilisierung der normannischen Herrschaft wurden die alten Kirchen nicht mehr abgerissen, sondern in neue Bauten integriert, so dass sich in vielen Kathedralen Mischformen der verschiedenen Architekturstile finden.

Gotik

Zu Beginn des 12. Jahrhunderts hielt auch in England die gotische Baukunst Einzug in die Architektur. Zunächst wurden die normannischen Rundbögen durch spitz zulaufende ersetzt und Strebepfeiler nahmen den Säulen Gewicht ab, so dass die Gewölbe weiter in die Höhe stiegen. Diese frühe Gotik wird auch als Early English bezeichnet. Ein Meisterwerk dieses Baustils ist die Kathedrale von Salisbury.

Im 14: Jahrhundert begann man, schmückende Elemente in die Gewölbe einzufügen. Stern- oder Netzgewölbe wurden gebaut, und die Steinmetze begannen, an den Enden der Gewölbe kunstvolle florale Ornamente anzufügen. Dieser leichte, verspielt wirkende Stil wird als Decorated Style bezeichnet. Weitere typische Merkmale sind die bunt bemalten Schlusssteine, die durch die leichten Säulen gut zur Geltung kamen, und die Marienkapellen, die sich im Osten vieler Kathedralen befinden. Der gotische Teil der Kathedrale von Exeter ist ein wunderschönes Beispiel für diese Epoche der Gotik.

Bald begann man, die Verspieltheit zu reduzieren. Klare, senkrechte Linien herrschten vor und die Fenster wurden immer breiter, so dass sie oft die gesamte Ostseite einnahmen. Der Spitzbogen wich dem flacheren Tudorbogen, da hohe Spitzbögen keinen Platz mehr gefunden hätten. Häufig finden sich Säulenbündel, die in den Fächergewölben endeten. Dieser Stil nennt sich Perpendicular Style (lat. = perpendiculum: Lot, Richtschnur). In seiner Reinform ist dieser Stil in vielen Pfarrkirchen der kleineren Orte zu erkennen, den wool churches.